Die Olympiajolle

Die Olympiajolle ist sehr beliebt wegen Ihrer Standfestigkeiten und geringen Nebenkosten, sowie Folgekosten. 1 neues Segel alle 4 Jahre reicht aus. Desweiteren wurde die Olympiajolle so entwickelt das nicht wie bei anderen Klassen, dass Gewicht des Seglers wichtig ist. Auch ein 130 KG Segler oder Seglerin kann bei wenig Wind vorne mitsegeln. Reines tacktisches Segeln auf höchstem Niveau bestimmt diese Klasse. Hier wird das SEGELN noch sehr groß geschrieben!

Sehr viele Spitzensegler (Olympiasieger, Weltmeister, Europameister) waren und sind in der Olympiajolle zu finden.

Gute Segler der Olympiajolle haben eine Länge von 1,55 Meter bis 2,10 Meter und das Gewicht von 60 kg bis 140 kg.

 

Geschichte:   Einhand - Olympiajolle  1936. 

 

1932 empfahl der DJC auf Anregung von Hans Bebensee auf dem Bundestag des Deutschen Segler Bundes den Entwurf einer Ein-Mann-Jolle für Binnengewässer, gedacht für die Olympischen Spiele 1936. 

 
Nach Festlegung der Hauptmaße für die künftige Konstruktion, abgestimmt zwischen dem DSB und DSV, beschloss der DJC im Mai 1933 als erster Verein den Bau einer O-Jolle nach Plänen von Keßler auf der Bebensee-Werft.
Der Bau wurde bezahlt mit Spenden, über Ratenzahlungen der DJC-Mitgliedschaft und aus Kantinen-Überschüssen nach einer Bierpreiserhöhung.
 
Noch im Jahre 1933 erfolgte die Eintragung ins Yachtregister des DSB.      

An Vergleichs-Regatten mit Prototypen anderer Konstrukteure zur endgültigen Bestimmung der Olympia-Jolle beteiligte sich

O - 1   "Skagerrak"
unter Steuermann Max Fiebing.
  

 
Der DJC wirkte engagiert an den Olympia-Vorbereitungen mit. Heinz Schmidt, seit Jahren als DJC-Mitglied Regattaobmann und Schiedsrichter, organisierte die Ausscheidungs- Regatten in Berlin, war später Mannschaftsleiter der deutschen Segel-Olympioniken in Kiel und betreute dort vor allem die O-Jollen-Segler aller beteiligten Nationen.
 

Olympia - Jollen 1936 vor Kiel          

(Text:  Auszug aus der Festschrift des  'Dahme Jacht Clubs') 
(Bilder:  IOU-Archiv)