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Bericht vom Dümmer-Cup (8. und 9. Oktober 2016) beim Bielefelder Segel-Club

13.10.2016

Am Wochenende des 8. und 9. Oktober wurde der Dümmer-Cup der O-Jollen und der Finn-Cup ausgesegelt. Insgesamt 41 Meldungen gingen ein, 21 Finns und 18+2 O-Jollen hatten gemeldet. Harry Voss und Jörg Legien konnten krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. Unser Teilnehmer-Feld war aber bemerkenswert und fand sich im Bielefelder Segel-Club und dem angrenzenden Club der Seglervereinigung Hüde ein. Schon an den Vortagen wurde fleißig trainiert, war für viele dieser Dümmer-Cup doch der Abschluss einer ereignisreichen Segelsaison.

Das Vereinsgelände des Bielefelder Segel-Clubs liegt am Ostufer des Dümmer Sees in Hüde. Vom Clubhaus hat man einen wunderbaren Blick auf den Hafen und das Segelrevier. Von hier konnten wir bei herbstlichem Wetter die einsetzende Färbung der Natur genießen. Die Erwartung des sonst üblichen Herbstwindes wurde aufgrund der Wetterprognose von 8-12 Knoten für Samstag und abschwächend am Sonntag relativiert. Nebel am Morgen und Tiefsttemperaturen von 5 Grad Celsius ließen auch noch den letzten Zweifel am Herbst schwinden. Da laut Ausschreibung die Startankündigung für 12:55 Uhr angesetzt war, reisten einige Teilnehmer erst am Samstag an. So auch meine Kollegen vom Steinhuder Meer. Gefreut haben wir uns über die Teilnahme des amtierenden deutschen Meisters und Europameisters Stefan De Vries und seinen holländischen Kollegen Mark Bosma. Aber auch Wolfgang Munkenbäck, Udo Hagemann, Kai Mölders und weitere trafen nach langer Anfahrt hoch motiviert im ausrichtenden Club ein. Toll, dass Ihr dabei ward und schön, das der Lokalmatador Wolfgang Höfener kurzfristig auch noch gemeldet hatte!

Vier Läufe sollten gesegelt werden und - würden diese zustande kommen - war ein Streicher möglich. Laut Regattabericht hatten wir Wind aus Nord-Ost mit 4 - 8 Knoten, also eine ungewohnte Windrichtung mit enormen oszillierenden schwachen Winden.

 

Die Finns starteten zuerst und man konnte gut am Verlauf der Regatta erkennen wie wichtig am Samstag konzentriertes Segeln sein würde. Winddreher von erheblichem Ausmaß und Windstreifen, mal auf der linken und mal auf der rechten Seite des Regattafeldes zeigten, dass nicht nur die schnellsten Segler, sondern die richtige Seitenwahl wohl entscheidend sein würde. Der erste Start unter Flagge A, also volle Runde, zeigte hier schon die ersten Überraschungen. Die meisten Segler orientierten sich am Startschiff. Doch kurz vor dem Start stellte sich die Lee-Seite mit mehr Wind als besser heraus. Armin und ich machten sich dies zunutze und waren froh, im Segelfenster das gesamte Feld zu haben. Damit war klar, dass die Startkreuz zu unseren Gunsten ausfiel, aber Kai und Wolfgang gesellten sich an der Luv-Tonne dazu. Auf dem Vorwindkurs war schon Nervenstärke gefragt, da die unterschiedlichen Windfelder nun andere nach vorne spülten und sich über den Lauf doch einige Verschiebungen einstellten. Stefan siegte, Kai war Zweiter und Wolfgang Dritter.

 

Noch krasser lief es im 2. Lauf. Hier war aufgrund der kurzfristigen Wind-drehung die Startschiffseite bevorteilt aber viele Segler tummelten sich in Lee. Jürgen Alberti wurde Erster, Kai Zweiter und Stefan segelte durchs ganze Feld noch auf den dritten Platz. Der zweite Lauf war unter Flagge B verkürzt und so sollte auch der dritte Lauf verkürzt ablaufen. Das Wetter ließ einen dritten Start zu und als die Finns dann auf dem Weg waren, machten wir uns für den dritten Lauf bereit, dann aber Massenfrühstart und anschließende Startverschiebung. Gut so, denn die Finns hatten bei ihrem Lauf schon aufgrund massiver Winddrehung einen Anlieger zur LUV-Tonne. Erneuter Startversuch, der aber abgebrochen wurde, weil die Finns im Moment unseres Startes gerade die Lee-Tonne rundeten. Super Entscheidung der Wettfahrleitung.

Also erneut warten und als es dann losging, war die Leeseite wieder bevorteilt. Die Kollegen trauten dem Braten wohl nicht, denn viele tummelten sich am Startschiff.

Ich kam gut in Lee raus und freute mich erneut an der Luv-Tonne, wo Wolfgang klar vorne und Kai direkt hinter mir war. Am Ende gewann Wolfgang diesen Lauf und Kai segelte auch in diesem Lauf auf den zweiten Platz. Ich konnte in diesem Lauf den dritten Platz verteidigen.

 

Schaut man sich die Ergebnisliste des ersten Tages an, so kann man klar sehen, dass für viele Segler ein Streicher hilfreich gewesen wäre, um ganz nach vorn zu kommen.

Am Ende gewinnt Kai verdient mit drei zweiten Plätzen und Stefan wird Zweiter. Ich war happy über das Zwischenergebnis vom Samstag und meinen dritten Platz. Das feierten wir beim Grünkohlessen und Fußballschauen mit genügend Feuerwasser vorab. Die Wind-prognose für Sonntag war bescheiden und am Morgen bestätigte sich das. Nach Nebel und beinahe Bodenfrost kam das Wetter erst spät in Gang und um 12:00 Uhr wurde die Regatta ohne weiteren Lauf beendet. Da 13:00 Uhr die letzte Startmöglichkeit war und der Wind nur in Streifen einsetzte, war dies eine gute Entscheidung der Wettfahrtleitung.

Um 13:30 Uhr war die Siegerehrung und alle waren froh, früh abreisen zu können - und neben der Ergebnisliste auch noch eine Glastasse des BSV zu bekommen. Kai wurde reich mit Wanderpokal und Platzpokal beschenkt. Auch die Platzierten des ersten Drittels bekamen Ihren Platzpokal. Als Frank dann noch den Wanderpokal für den Ersten des zweiten Drittels überreicht bekam, waren alle happy.

 

Ein großes Lob an die Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins, die Gastronomie beider Clubs (Hüde und Bielefelder) und an die Wettfahrtleitung für die umsichtigen Entscheidungen. Sie haben das Beste aus der Wettersituation gemacht und uns ein faires Segeln ermöglicht. Der konstanteste Segler hat gewonnen und das zu Recht. Glückwunsch Kai und weiter so!

 

Dann kommt gut über den Winter. Vielleicht trifft man sich ja beim Eis-Cup bei Rolli auf dem Baldeney-See im November.

 

GER 8 Johannes

 

 
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